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Pressemitteilung 7 sep 2022

Genauere Planung von Materialverwertung im Bauwesen dank neuer Kooperation von EPEA und Madaster

EPEA und Madaster haben eine neue Kooperation, um Entwicklern, Investoren, Bauherren und Verwaltern von Immobilien und Infrastruktur einen Einblick in die Kreislauffähigkeit von Bauteilen und Materialien zu geben. Die Verknüpfung der EPEA-Material- und Produktdatenbank mit der Madaster-Plattform macht es einfacher, die CO2-Emissionen und die Kreislauffähigkeit von Immobilien zu berechnen und in die Berichterstattung aufzunehmen. Sowohl kurz- als auch langfristige Ziele, wie sie in den Pariser Klimavereinbarungen festgelegt sind, können besser auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft werden. Zudem wird es einfacher, kommende Gesetze und Vorschriften einzuhalten. 

Genauere Planung von Materialverwertung im Bauwesen dank neuer Kooperation von EPEA und Madaster

Zirkuläre Gebäude

Den CO2-Anstieg in der Atmosphäre zu bremsen und letztlich umzukehren, ist eine globale Herausforderung. Das Pariser Klimaabkommen ist in diesem Punkt sehr eindeutig: 55 Prozent weniger Emissionen bis 2030 und CO2-Neutralität bis 2050 lauten die Vorgaben. Da der Bausektor für fast 40 Prozent der gesamten globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist, kann er durch eine gesunde und kreislauforientierte Verwendung von Rohstoffen und Materialien einen signifikanten Beitrag leisten. Die Registrierung von Materialien und Produkten ist dabei der erste Schritt in Richtung einer echten Kreislaufwirtschaft – angetrieben von verlässlichen Daten.  

EPEA-Datenbank für Materialien und Produkte

Die Berechnung projektspezifischer gebundener CO2-Emissionen („Embodied Carbon“) oder die Ermittlung der Kreislauffähigkeit eines Gebäude setzt viele komplexe Daten voraus. Eigentümer, Planer oder Bauherren verfügen jedoch nicht immer über die dafür notwendigen Informationen. EPEA hat daher eine spezielle Material- und Produktdatenbank für Madaster entwickelt, bei der Daten auch für den Schweizer Markt adaptiert wurden. Nutzer der Madaster-Plattform können damit die für ihr Vorhaben erforderlichen Berechnungen durchführen. Dabei ist sowohl die Materialherkunft detailliert in Sekundärrohstoffe, nicht-erneuerbare Primärmaterialien oder nachwachsende Rohstoffe als auch die Materialverwertung im Sinne von Wiederverwendung, Verwertung, Verbrennung oder Deponie im Datensatz hinterlegt. Gleichzeitig können Aussagen zum Embodied Carbon über den gesamten Lebenszyklus getroffen werden.  

Alle Daten basieren auf zuverlässigen Quellen und einer Aufbereitung durch EPEA. Aktuell umfasst der Datensatz 187 Materialinformationen und ist damit der umfangreichste verfügbare Datensatz mit dieser Breite und Tiefe. Der Umfang des Datensatzes wächst stetig und kann auf Nachfrage der Nutzer der Madaster-Plattform erweitert werden. Architekturbüros müssen somit nicht mehr alle Informationen und Parameter in ihren Modellen hinterlegen, sondern können durch smarte Verknüpfung mit der EPEA-Datenbank die Auswertungen ohne grossen Mehraufwand berechnen.  

„Grundbuchamt“ für Materialien

Madaster registriert Materialien und Gebäude im Materialkataster, genau wie Kleingärten und Grundbesitz im Liegenschaftskataster dokumentiert werden. Materialien werden rückverfolgbar und sind unbegrenzt verfügbar. Jeder kann Madaster nutzen, um einen webbasierten Materialpass für sein(e) Gebäude zu erstellen. Ein Materialpass enthält Informationen über die Herkunft, die Wiederverwendbarkeit und den Standort von Bauteilen und Materialien und gibt Aufschluss über die Kreislauffähigkeit und den finanziellen (Rest-)Wert eines Gebäudes. 

„Basierend auf der EPEA-Material- und Produktdatenbank können wir den Nutzern der Madaster-Plattform weltweit einen besseren Einblick in die Kreislaufwirtschaft geben. Neben höherwertigen Materialpässen können auch die CO2-Emissionen und der Kreislauffähigkeit von Immobilien besser abgebildet werden. Entwickler, Investoren sowie Eigentümer und Verwalter von Immobilien und Infrastrukturen können so rechtzeitig und präzise auf die Ziele der Kreislaufwirtschaft hinsteuern“, sagt Pablo van den Bosch, Director Madaster zur Bereitstellung. 

„Als Environmental Protection Encouragement Agency (EPEA) arbeiten wir seit über 30 Jahren mit komplexen Umweltdaten. Um auf der Gebäudeebene die Umweltwirkungen überhaupt abschätzen zu können, sind aufbereitete, generische Daten zur einfachen Handhabung durch den Anwender ein wichtiger Schritt für die breite Anwendung“, ergänzt Peter Mösle, CEO EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer. 

Über EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer

Als Innovationspartner für umweltverträgliche und kreislauffähige Industrieprodukte, Gebäude und Stadtquartiere entwickelt EPEA Lösungen für die Circular Economy. Die Methode dazu ist das von EPEA mitentwickelte Cradle to Cradle®-Designprinzip: Für zukunftsfähige Lebensräume braucht es Gebäude und Produkte, deren Materialien und Chemikalien gesund für Mensch und Umwelt sind. Mit 30-jähriger Expertise und dem Wissen aus der Chemie, Biologie, Umwelt- und Ingenieurswissenschaft optimiert das interdisziplinäre Team Prozesse für die Immobilienwirtschaft und Produkte für die Bau-, Textil-, Verpackungs-, Automobil-, Verbrauchsgüter- und Kosmetikindustrie. Als akkreditierter Assessment Body begleitet EPEA zudem Unternehmen bei der Zertifizierung ihrer Produkte nach dem Cradle to Cradle Certified™ Produktstandard. Ziel ist, nicht weniger schlecht zu sein, sondern positive Mehrwerte für Mensch, Umwelt und Unternehmen zu schaffen – in einer Circular Economy basierend auf Cradle to Cradle®. 

www.epea.com 

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